Ein Platz an der Sonne




Das eigene Haus im sonnigen Ausland steht auf der Wunschliste der Deutschen ganz oben. Unter den Zielländern macht sich ein neuer Favorit bemerkbar:  Die Türkei.
 

Besonders gefragt ist die Region um Alanya, wo bereits gut 10.000 Bundesbürger und weitere 25.000 Europäer ein sogenanntes “Tapu”, eine Besitzurkunde, haben. Das durchgehend schöne Wetter, niedrige Lebenskosten und Preise wie vor 20 Jahren auf Mallorca - eine geräumige Neubauvilla gibt es schon ab 130 000 Euro - motivieren immer mehr Deutsche, ihr Feriendomizil oder ihre zweite Heimat an die türkischen Riviera zu verlegen.

Eine Neuerung, die voraussichtlich zu einem Boom im Immobilienkauf führen wird und zu einer enormen Wert und Preissteigerung. Experten rechnen damit, dass in der Türkei über kurz oder lang spanische Verhältnisse einkehren werden. Wer mit dem Gedanken spielt, in der Türkei zu investieren, ist also gut beraten, dies bald zu tun.



(INTERVIEW)

Karin und Wolfgang S. aus Darmstadt richten derzeit ihr neues Traumhaus in Alnya ein.

Ferienhaus oder neue Heimat?

Eine 120 Quadratmeter Villa mit großem Grundstück, Privatpool und Garage in der Villenanlage “Residence II” am Hang in Kargicak 20km.Östlich von Alanya. Vom Wohnzimmerfenster aus blickt man aufs Meer, das Schlafzimmerfenster zeigt auf die Berge. 

Was macht Alanya attraktiv für ausländische Immobilienbesitzer?

Die nächsten fünf Jahre werden wir noch pendeln: vier Wochen in Deutschland, zwei Wochen in Alanya. Im Ruhestand wollen wir dann ganz nach Alanya ziehen.

Wie sind Sie an Ihr Traumhaus gekommen?

Die deutschtürkische Agentur hat uns den Rohbau gezeigt, wir haben noch am selben Abend unterschrieben. Schön war, dass wir bei der Fertigstellung der Villa eigene Ideen einbringen konnten.

Warum haben Sie sich für Alanya entschieden?

Wegen des Klimas. Wir hatten zuvor Häuser in Bodrum und Kusadasi angeschaut, mussten aber feststellen, dass die türkische Ägäisküste im Winter kalt und leer ist, und Flüge dort hin fast unmöglich sind in der Nebensaison. In Alanya ist das ganze Jahr über Sommer, hier kann man oft im Dezember noch im Meer baden.

Die Stadt ist überschaubar und hübsch gewachsen - anders als schnell hochgezogene Touristenorte wie Side oder Kemer. Die Unterhaltskosten sind für Europäer angenehm niedrig, mit 500 Euro pro Person im Monat kann man hier gut leben.  

Und Alanya ist gut zu erreichen: Ein Flug von Deutschland nach Antalya dauert knapp drei Stunden, über die neue Autobahn ist man in einer Stunde in Alanya. Gerade im Winter gibt es viele Schnäppchenflüge, zum Beispiel von Sun Express, mit dem wir dieses Jahr schon 15 mal geflogen sind.

Die deutsche Infrastruktur ist extrem gut ausgeprägt, wir haben deutsche Stammtische, Gottesdienste, Zeitungen und Bäckereien. Dazu kommt die herzliche türkische Kultur, die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Einheimischen. Eine perfekte Kombination, um sich Wohlzufühlen. Übrigens spricht hier fast jeder deutsch - was uns aber nicht daran hindern wird, einen Türkischkurs zu belegen.  

Sun Express Bordmagazin


 Die Türkei boomt

Wir holen ein bißchen Urlaub in den Alltag. Dass die Türkei zu den beliebtesten Reisezielen der Deutschen gehört, ist hinlänglich bekannt. Weniger bekannt dürfte allerdings sein, dass sich auch immer mehr Deutsche in der Türkei niederlassen, um dort ihr Glück zu machen.

 Diese "Gastarbeiter" im spiegelverkehrten Sinne kommen aus allen Berufschichten. Einige zehntausend Deutsche sind es schon in der Türkei und wahrscheinlich spielt dabei auch die EU-Perspektive eine Rolle. Bevorzugte Wohn- und Arbeitsregion ist natürlich die türkische Riviera. Wenn schon, denn schon.

Werner A. lebt jetzt schon seit 14 Monaten mit seiner Familie in Alanya. Der selbstständige Bauingenieur bekam in seiner Heimatstadt Chemnitz keine Aufträge mehr. Da er als Selbstständiger kein Arbeitslosengeld zu erwarten hatte und auch irgendwann die Ersparnisse aufgebraucht waren, musste eine Lösung gefunden werden.

Eigentlich wollte der 46jährige nach Brasilien auswandern, doch dann stieß der Chemnitzer auf die Türkei. Obwohl die Türkei nicht zur EU gehört, hielt sich der bürokratische Aufwand in Grenzen. Jetzt arbeitet der Chemnitzer in einem deutsch-türkischen Unternehmen. 

Der Clou: Ganze 170 Euro Steuern zahlt der Bauingenieur pro Jahr an den türkischen Staat. Das ist arbeiten im unbekannten Steuerparadies, lacht er und das leben ist auch nicht teuer. Gerade mal 310 Euro Monatsmiete für eine moderne 100 Quadratmeter-Wohnung, Wo gibt's denn so was? Andreas F., Gastarbeiter in der Türkei: "Es gibt sehr viele große Firmen, die in der Türkei sehr erfolgreich tätig sind. 

Dazu gehört z.B. MAN, Siemens, die Metro-Gruppe ist aktiv." Während der 13 Jährige Sohn Kevin nebenan Playstation spielt, informiert sich das Ehepaar via Satelitten-TV. Der Kontakt zur Heimat bleibt bestehen, tägliche Telefonate mit den Verwandten und Freunden machen das Leben an der türkischen Riviera leichter:  "Man fängt ja eigentlich nochmal von vorne an. Wir fanden das Land sehr schön, die Leute sind sehr nett und hilfsbereit. 

Wir waren ganz angenehm berührt und haben gesagt: OK, wir versuchen das einfach und haben das erstmal für ein Jahr gemacht. Und dadurch, dass es in der Schule auch klappt mit dem Sohn, haben wir jetzt für drei Jahre verlängert und haben gesagt, das machen wir. Manche Leute haben gesagt, ihr müsst ja völlig verrückt sein. 

Aber heute sagen viele, ihr habt's bestimmt gut gemacht. Wenn Ihr damit leben könnt. Jeder muss seinen Weg im Leben finden und wir haben eben unseren hier jetzt gefunden."

Dass der Kulturschock nicht allzu groß wird, zumindest kulinarisch - darum bemüht sich die deutsche Wirtin Cornelia aus dem Ruhrgebiet. Seit elf Jahren betreibt die 45Jährige eine deutsche Kneipe in Alanya. Mit den deutschen Dauergästen geht die Rechnung langsam auf: "Von Sauerkraut über Bratwurst, Eisbein und Haxe und alles, was es in Deutschland auch gibt. Schinkenplatte! Wird das angenommen? Sehr gut sogar, wir verkaufen 90 Prozent nur deutsche Küche hier!" 

Auch wenn Eisbein nicht auf dem Speiseplan des gläubigen Muslimen Hasan Sipahioglu steht, freut sich der Bürgermeister von Alanya doch über jede Maßnahme, die den Deutschen in Alanya das Leben so angenehm wie möglich macht. Was in weiten Teilen der Türkei unmöglich ist, soll hier Realität werden: 

Hasan Sipahioglu, Bürgermeister: "Wir haben ein sehr schönes Gelände auf dem Berg, auf dem schon einmal eine christliche Kirche stand. Wenn sich eine Kirche aus Deutschland meldet, kann sie hier eine Kirche errichten und eine christliche Gemeinde entstehen lassen, damit die Deutschen ihren Glauben leben können."

Noch ist es nicht soweit. Aber vereint im Tod sind die Muslimen und Christen schon auf dem Friedhof von Alanya. Neben denn muslimischen Gräberfeld hat die Stadt einem christlichen Friedhof angelegt. "Nun bist Du frei für immer in Alanya" steht auf den Steinen. Die Gräber sind kostenlos, genügend Platz für weitere christliche Bestattungen ist vorgesehen. 

Filmautor:Übernahme MDR
 


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Wann darf ich Sie persönlich in Alanya willkommen heissen? 
Ihr Süleyman Satilmis    

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